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Linderung
von Beschwerden, Palliativbehandlung, Erhalt von Lebensqualität
und Alltagskompetenz, Kenntnis von Nebenwirkungen eingenommener
Medikamente, das Akzeptierenkönnen von Patientenwünschen,
einfühlsame Sterbebegleitung all das sind
wichtige Akzente in der modernen Seniorenmedizin.
Die
Geriatrie ist auch eine typische Disziplin für
die so genannte Zweitmeinung. Das Hinzuziehen also eines
weiteren Spezialisten, der bestehende Diagnosen oder
Therapieansätze hinterfragt, stützt, oder
aufgrund seiner besonderen Erfahrung Alternativvorschläge
unterbreitet und an den behandelnden Arzt weitergibt.
Zum einen erlangen Patienten und deren Angehörige
durch diese Vorgehensweise eine wesentlich größere
gefühlte Sicherheit, dass wirklich alles für
sie getan wird und keine folgenschwere Entscheidung
getroffen wird, die nicht mehrfach hinterfragt wurde.
Der behandelnde Hausarzt kann zum anderen im Dialog
deutlich mehr Behandlungssicherheit gewinnen, da er
sich auf eine Teammeinung stützen kann.
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Die
Seniorenmedizin gliedert sich formal in zwei Bereiche,
einerseits in die Diagnostik und Therapie von akuten
und chronischen Erkrankungen im Alter und andererseits
in den Umgang mit Schädigungen, Fähigkeitsstörungen
und Beeinträchtigungen im Alltag. Während
die Hausärzte für den ersten Bereich meist
noch die Berufsroutine erfolgreich einsetzen können,
sind sie für das Thema Fähigkeitsstörungen
im Alltag die als Konsequenz einer Multimorbidität
des höheren Lebensalters immer wieder schicksalhaft
auftreten meist nicht so gut gerüstet.
Denn
sehr oft fehlt Allgemeinmedizinern innerhalb des riesigen
Feldes der Geriatrie ganz einfach die Erfahrung. Diese
Erkenntnis setzt jedoch eine selbstkritische Überprüfung
voraus. Zum Beispiel bei Medikamentenverordnungen, bei
dermatologischen Erkrankungen (Pflegeschäden, Dekubitalulcera,
Ulcera cruris, Kontaktekzemen usw.), bei psychiatrischen
Störungen (Demenz, Depression, Wahnstörungen,
Psychomotorik), im Umgang mit Angehörigen, bei
der pflegerischen Betreuung, bei Ernährungsstörungen
(z.B. beim Anlegen einer PEG-Sonde), beim Umgang mit
Fixierungen, in der Sterbebegleitung oder bei der Abwägung
für ein aktives oder passiv begleitendes Vorgehen
im Einzelfall.
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WIR
ALLE WERDEN
HEUTZUTAGE IMMER
ÄLTER. WARUM ABER
HABEN SO VIELE
NUR SO VIEL ANGST
DAVOR? |
DIE
MODERNE SENIORENMEDIZIN
MUSS UNENDLICH VIELE WERTE BERÜCKSICHTIGEN.
GUT, WENN SIE DABEI NICHT VERGISST, DASS DIE
WICHTIGSTEN DAVON NICHT
AUS DEM LABOR KOMMEN! |
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